nahrungsmittelallergie


Die Diagnose…
4. April 2010, 11:30
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Über ein Jahr lang habe ich Probleme mit allergischen Hautausschlägen gehabt. Einige Ärzte habe ich aufgesucht, ihre Reaktion reichte vom schnellen Verschreiben einer Cortison-Salbe über ahnungsloses Schulterzucken bis dummdreisten Kommentaren wie „Na warten Sie mal auf den Sommer, dann ist es ja meist besser mit der Haut“. Irgendwann hatte ich genug und ich begab mich in die Hände einer Heilpraktikerin. Ein ganz neues Gefühl für mich: Sie nahm sich Zeit und schien sich für mein Problem zu interessieren! 🙂 Sie tippte auf eine Allergie, also nahm sie mir Blut ab und schickte es zu ganzimmun, einem Labor, das sich unter anderem auf die Diagnostik von Nahrungsmittelunverträglichkeiten spezialisiert hat.

Nachdem in einem ersten Test geklärt wurde, dass ich stark auf Nahrungsmittel reagiere, wurde weitergeforscht. In einem sehr ausführlichem Test wurden dann 288 Nahrungsmittel getestet. Und das Ergebnis war erschreckend.

Meine Diagnose: Ich bin auf viele, ja sogar sehr viele Nahrungsmittel allergisch. Darunter leider auch Basics wie Weizen, Milch- und Eiprodukte. Einige von ihnen muss ich mind. ein Jahr lang meiden, andere nicht so schlimm getestete Nahrungsmittel muss ich nur vorläufig aus meinem Essensplan streichen.

Hier auf den Bildern sieht man eine Liste mit verschiedenen Nahrungsmitteln. In einer Skala von 0 (nicht allergisch) bis 6 (stark allergisch) kann man nun den Grad der Allergie ablesen. Alles mit Werten von 5 oder 6 muss ich für mind. ein Jahr lang aus meinem Essensplan streichen. Darunter alle Milch- und Eiprodukte sowie ein Großteil der Getreidesorten (alle glutenhaltigen inclus. Soja).

Da ich gleich auf so viele unterschiedliche Nahrungsmittel allergisch reagierte, tippte meine Heilpraktikerin auf das so genannte Leaky-Gut-Syndrom. Das heißt, meine Darmschleimhaut ist zu durchlässig. Laienhaft erklärt bedeutet das:  Es gelangen Nahrungsbestandteile ins Blut, die dort eigentlich nicht hingehören, der Körper reagiert mit Allergien.  Ein zweiter Punkt meiner Therapie ist neben der Ernährungsumstellung nun also eine Darmsanierung. Ich entsäuere meinen Körper mit einem Spezialpulver, das ich in Wasser aufgelöst, morgens und abends trinken muss. Ich nehme Zäpfchen gegen Darmpilz und Tabletten gegen Entzündungen im Darm. Später kommen dann Tabletten hinzu, die sich um die Bakterienkulturen in meinem Darm kümmern.

Alles in allem also eine Radikalkur! Aber ich bin sehr zuversichtlich, dass es helfen wird. Und ich bin bereit dazu, schließlich habe ich nun lange genug gelitten… 🙁

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