nahrungsmittelallergie


So gut wie neu nach 9 Wochen…?

Meine Haut ist wieder besser geworden. So gut, dass fast nichts mehr zu sehen ist. Aber woran liegts? Noch vor kurzem war ich mit den Hautausschlägen wieder da, wo ich fast ganz am Anfang meiner Diät gewesen bin. Was war ich verzweifelt. Und nun ist der Spuk auf einmal vorbei? Rätselhaft.

Was hab ich geändert: Ich habe die Stellen an zwei Abenden mit der erst mal verbannten Cortisoncreme eingeschmiert, um das Jucken zu stoppen – das hat bestens funktioniert.

Dann habe ich die ach so leckere Zartbitterschokolade verbannt (meine einzige Süßigkeit seit dem 25.3. – so kann man sich ändern, damit hätte man mich früher jagen können, fühle mich schon wie meine eigene Oma), denn man hat ja auch schon mal von Histaminunverträglichkeiten gehört. Habe keine Alkohol getrunken und ansonsten so wie immer gegessen, ohne die üblichen Verdächtigen natürlich.Doch halt, ich habe gesündigt und habe Lakritz gegessen! Was war das herrlich! Ein langer Verzicht macht das Wiedersehen oft umso schöner. Das könnte auch ein Tipp für streitsüchtige Paare sein…

Und noch was hat mein Allergikerherz höher schlagen lassen: Penaten! Dusche jetzt nur noch mit der Penaten-Baby-Seife (Tipp eines Hautarztes), wasche meine Haare mit Penaten-Baby-Shampoo („Nie wieder Tränen“) und creme mich mit der dazugehörigen Penaten-Baby-Bodylotion ein – halt nein, bei Neugeborenen nennt man das „Körpercreme“. Ein geiles Zeug! War ja sehr skeptisch von wegen duschen nur mit Seife? Aber es geht und die Haut wird wunderbar weich. Fast muss man sich gar nicht eincremen. Fühle mich wie (sic!) neugeboren! Und knapp 35 Jahr jünger.

So, also wem oder was hab ich die wunderliche Besserung zu verdanken? Mmmh, ich glaube, jetzt beginnt die Detektivarbeit… Watson, übernehmen Sie!

🙂



2 Wochen geschafft!
8. April 2010, 22:55
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Puh, zwei Wochen liegen nun hinter meiner Diagnose einer bzw. gleich mehrerer Nahrungsmittelallergien. Zwei Wochen, in denen ich meine Ernährung radikal umgestellt habe: Vorbei sind die Morgende mit Müsli und frischer Milch! Vorbei die lustigen Mittagspausen mit den Kollegen in der Kantine! Vorbei die leckeren Schokoriegel am Nachmittag! Und vorbei auch die Wochenenden mit frischen Brötchen und cremigem Milchkaffee!

Aber vorbei auch die Zeiten, in denen ich täglich neue allergische Hautreaktionen auf Rücken, Bauch oder Beinen entdecke…in denen ich meine Beine blutig kratze, weil ich es nicht aushalte… Ich muss sagen, sooo schlimm ist es bisher gar nicht gewesen. Klar, wenn ich an den ersten Einkauf nach der Diagnose in einem Bioladen denke, wird mir heute noch ganz schwer ums Herz. Das war nicht schön. Ich hab anfangs gedacht, ich müsste nun einen kläglichen Hungertod sterben. Weil ich mich nicht mein Leben lang von brettartigem Pappbrot und Obst ernähren könnte.

Die Umstellung von einer Ernährung, in der Brot, Milch und Zucker die Hauptrollen spielten hin zu einer Ernährung, die strikt auf Brot, Milch und (naja) übermäßigen Zuckerverzehr verzichtet, kam schnell und war radikal. Die ersten zwei Tage war ich ganz schön schlapp, vor lauter Schlappheit gar nicht mehr hungrig und ständig müde. Im Auto hab ich immer gedacht, gleich einschlafen zu müssen, im Büro hab ich die Kollegen um ihren Kaffeekonsum beneidet. Was aber toll war: Meine Beschwerden wurden sofort besser. Somit hatte ich wenigstens das Gefühl: Hey, es lohnt sich wenigstens, so abstinent zu leben.

Heute, nach 2 Wochen kann ich sagen: Ich bin auf einem guten Weg. Und ich mache weiter. Soooo schlimm sind Bio-Lebensmittel gar nicht (ok, es gibt Ausnahmen!) und ich kenne bereits die besten Bio-Supermärkte der Stadt. Ich esse Hirse-Bratlinge und benutze Naturreis. Und man ahnt es nicht: Ich habe bereits zwei Brote gebacken. Hätte man mir das vor 4 Wochen erzählt, ich hätte es nicht geglaubt.

Hier mal ein stolzer Blick auf meine neu eingerichtete Flocken-Galerie:

Ja, Eva goes öko… aber lila Latzhose werde ich niemals tragen! Und ich schminke mich weiterhin! Versprochen.

🙂