nahrungsmittelallergie


Herrliche Schätze!
26. Mai 2010, 19:39
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So enthaltsam die neue Ernährung ist, so viele Schätze hält sie mit ihren Reformhäusern und Bioläden aber auch bereit:

Wobei ich mich schon die ganze Zeit frage, was ich mit dem so toll verpackten Kastanienmehl anfangen soll… ach mal schauen. Es nur da zu haben, ist ja auch schon ein schönes Gefühl! 🙂



2 Wochen geschafft!
8. April 2010, 22:55
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Puh, zwei Wochen liegen nun hinter meiner Diagnose einer bzw. gleich mehrerer Nahrungsmittelallergien. Zwei Wochen, in denen ich meine Ernährung radikal umgestellt habe: Vorbei sind die Morgende mit Müsli und frischer Milch! Vorbei die lustigen Mittagspausen mit den Kollegen in der Kantine! Vorbei die leckeren Schokoriegel am Nachmittag! Und vorbei auch die Wochenenden mit frischen Brötchen und cremigem Milchkaffee!

Aber vorbei auch die Zeiten, in denen ich täglich neue allergische Hautreaktionen auf Rücken, Bauch oder Beinen entdecke…in denen ich meine Beine blutig kratze, weil ich es nicht aushalte… Ich muss sagen, sooo schlimm ist es bisher gar nicht gewesen. Klar, wenn ich an den ersten Einkauf nach der Diagnose in einem Bioladen denke, wird mir heute noch ganz schwer ums Herz. Das war nicht schön. Ich hab anfangs gedacht, ich müsste nun einen kläglichen Hungertod sterben. Weil ich mich nicht mein Leben lang von brettartigem Pappbrot und Obst ernähren könnte.

Die Umstellung von einer Ernährung, in der Brot, Milch und Zucker die Hauptrollen spielten hin zu einer Ernährung, die strikt auf Brot, Milch und (naja) übermäßigen Zuckerverzehr verzichtet, kam schnell und war radikal. Die ersten zwei Tage war ich ganz schön schlapp, vor lauter Schlappheit gar nicht mehr hungrig und ständig müde. Im Auto hab ich immer gedacht, gleich einschlafen zu müssen, im Büro hab ich die Kollegen um ihren Kaffeekonsum beneidet. Was aber toll war: Meine Beschwerden wurden sofort besser. Somit hatte ich wenigstens das Gefühl: Hey, es lohnt sich wenigstens, so abstinent zu leben.

Heute, nach 2 Wochen kann ich sagen: Ich bin auf einem guten Weg. Und ich mache weiter. Soooo schlimm sind Bio-Lebensmittel gar nicht (ok, es gibt Ausnahmen!) und ich kenne bereits die besten Bio-Supermärkte der Stadt. Ich esse Hirse-Bratlinge und benutze Naturreis. Und man ahnt es nicht: Ich habe bereits zwei Brote gebacken. Hätte man mir das vor 4 Wochen erzählt, ich hätte es nicht geglaubt.

Hier mal ein stolzer Blick auf meine neu eingerichtete Flocken-Galerie:

Ja, Eva goes öko… aber lila Latzhose werde ich niemals tragen! Und ich schminke mich weiterhin! Versprochen.

🙂



Der erste Tag…
25. März 2010, 22:30
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Oh mein Gott. Ich dachte mir ja schon, dass ich eine Nahrungsmittelallergie haben könnte, bei diesen Hautausschlägen. Habe allerdings nicht damit gerechnet, dass ich auf so viele Dinge allergisch bin, schließlich habe ich ja das alles bis gestern noch gegessen. Und in so einem Ausmaß… die Heilpraktikerin meinte, so ein Ergebnis habe sie bisher selten gesehen, na prima. So richtig geehrt fühle ich mich nicht. Ich bin erst mal erschlagen von der Diagnose, von den Therapieplänen und von meinen Essensvorstellungen der nächsten Zeit. Auf den Schreck nehme ich mir erst mal einen halben Tag frei.

Abends dann mein erster Ausflug in einen Biomarkt. Ja ich gebe zu, ich habe immer schlecht von Bioläden gesprochen: Dieser an Mehlmotten und Dinkelbratlinge erinnernde Geruch, ungepflegte Kunden, „Körnerfresser“ … an angewiderten Beschreibungen hats mir nie gemangelt. Und jetzt? Jetzt kommt alles zurück, nun bin ich selbst ein Teil davon.

Also auf in den Kampf! Ein Kampf wird mein erster Einkauf dort wirklich. Ein Kampf mit den Tränen. Ich bin bewaffnet mit einer Liste von Lebensmitteln, die ich noch essen darf so viel ich will, die ich ab und zu (also alle vier Tage) noch essen darf und auf die ich erst mal komplett verzichten muss. Auf den ersten Blick sieht die Liste der erlaubten Dinge gar nicht so schlecht aus, beim näheren Hinsehen fällt jedoch auf, dass sie zur Hälfte aus Gewürzen besteht…*überlegt sich, wie sie von Rosmarin und Lorbeerblättern satt werden soll*…

Hier mal zwei Bilder von den Listen der erlaubten und verbotenen Lebensmittel, der „Do’s and Don’t’s“ der nächsten Wochen, Monate, …

Meine Positivliste! Die Lebensmittel mit dem blauen Kreis dahinter darf ich nur alle 4 Tage essen…

Meine schwarze Liste... Und diese hier überhaupt nicht… 🙁

Also, es war schrecklich, mein erster Einkauf. Jedes zweite Produkt, was ich angefasst habe, musste ich wieder zurückstellen, weil irgendwas darin war, was ich nicht essen durfte. Was kann ich überhaupt noch essen? Panik überfällt mich und ich sehe mich schon dürr und ausgelaugt am Hungertuch nagen. Obst und Gemüse gehen größtenteils noch, wobei ich die lange sträflich vernachlässigt habe. Und so richtig befriedigend sind die ja auch nicht. Das Schlimmste: Mein Griff ins Nudelregal. Ein Griff zu braunen Buchweizennudeln. Und das mir, dem großen italophilen Pastafan. Ich habe noch nie so unattraktive Nudelsorten gesehen und sehne mich nach meiner Lieblingsnudelsorte mit der holden Magd im Getreidefeld. Und dann das Zweitschlimmste: Brot. Wer auf Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel, also glutenhaltiges Getreide verzichten muss, für den ist das Thema Brot ein sehr schwieriges. Frisches Brot kann man sich abschminken (ach, deswegen tragen so viele Kundinnen auch kein Make-Up! :)) Was bleibt, sind knäckebrotähnliche Pappbrote, aus Reismehl oder Maismehl… die sollen satt machen? Wie viele Packungen muss ich da täglich von essen? Irgendwie sträubte sich alles in mir, dieses Zeug zu essen. Gleichzeitig wusste ich, hey, das muss jetzt sein, sonst wirds mit Deiner Haut nie besser. Also tapfer zur Kasse geschlurft (Schokolade? Fehlanzeige!) und für meine magere Ausbeute mal schnell 58 Euro bezahlt. Ja das wird ein teures Leben, das gesunde Leben! Muss morgen den Chef mal nach einer Gehaltserhöhung fragen… 🙂 Vorher aber gehts müde, frustriert und vor allem hungrig ins Bett. Na dann buonanotte.