nahrungsmittelallergie


Ach nöö…
12. April 2010, 21:44
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Hungrig nach der Arbeit noch unterwegs, dachte ich, es kann doch gar nicht so schlimm sein, mal wieder bei meinem Lieblings-Thailänder vorbeizuschauen und irgendwas Vegetarisches mit Reis und Gemüse zu bestellen und mit nach Hause zu nehmen. Hab den netten Kellner auch extra noch gefragt, ob da was mit Milch oder so drin ist und ob er die Sojasprossen weglassen könnte. Hatten ein paar Verständigungsprobleme, er schien es auch nicht wirklich zu begreifen, dass man überhaupt gegen Essen allergisch sein kann, aber er war verständnisvoll.

Zu Hause dann leider der Schreck: Das Gemüse toll, aber alles schön in Soja-Soße gebettet gebadet… Und Soja-Soße? Richtig, die darf ich nicht… 🙁

Och menno.



Frustriert!
11. April 2010, 17:42
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Nein, so fängt der Tag nicht gut an. Da war ich gestern noch voller Enthusiasmus, war im Biomarkt einkaufen und mit Gott und der Welt im Reinen und heute Morgen dann das.

Ich hatte mir vor einiger Zeit in einem von mir geschätzten Bio-Supermarkt ein glutenfreies Hanfbrot gekauft, welches tiefgefroren und ungeduldig auf seinen Einsatz wartete. Habe gestern Abend natürlich verpennt, es über Nacht auftauen zu lassen. Also heute Morgen voller Erwartung den Backofen angeschmissen, ich freute mich auf ein leckeres, warmes und gesundes Brot… Das Ergebnis sah so aus:

Frust am Sonntag MorgenFrust am Sonntag MorgenFrust am Sonntag Morgen

Um es kurz zu machen: Krümelig. Nachdem es nach 20 Min. im Ofen immer noch einigermaßen kalt, aber zumindest nicht mehr gefroren war, dachte ich, ich könnte mir ja schon mal ein Scheibchen abschneiden… was praktischerweise nicht gelang, denn das Brot zerfällt in tausend Stücke, sobald man es anfasst. Wenn man es beispielsweise anfasst, um es aus dem Ofen zu holen. Danach sieht der Ofen so aus:

Frust am Sonntag Morgen

Das, was ich dank einiger geretteter Krümel probieren konnte, schmeckte… na sagen wir…krümelig. Trocken. Nicht gut. Von der sagenumwobenen rauschhaften Hanf-Wirkung leider keine Spur… 🙂



Und wieder einmal gilt heute:
9. April 2010, 14:54
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*seufzt und denkt an die gute alte Zeit*



Standhaft geblieben…
5. April 2010, 19:45
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Treffen am Ostermontag mit Schwiegermutter in Café am Rhein. Alle essen Kuchen, Eva bleibt bei Tee…

*atmet tief durch und konzentriert sich auf die Schiffe, die vorüber ziehen*



Der erste Tag…
25. März 2010, 22:30
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Oh mein Gott. Ich dachte mir ja schon, dass ich eine Nahrungsmittelallergie haben könnte, bei diesen Hautausschlägen. Habe allerdings nicht damit gerechnet, dass ich auf so viele Dinge allergisch bin, schließlich habe ich ja das alles bis gestern noch gegessen. Und in so einem Ausmaß… die Heilpraktikerin meinte, so ein Ergebnis habe sie bisher selten gesehen, na prima. So richtig geehrt fühle ich mich nicht. Ich bin erst mal erschlagen von der Diagnose, von den Therapieplänen und von meinen Essensvorstellungen der nächsten Zeit. Auf den Schreck nehme ich mir erst mal einen halben Tag frei.

Abends dann mein erster Ausflug in einen Biomarkt. Ja ich gebe zu, ich habe immer schlecht von Bioläden gesprochen: Dieser an Mehlmotten und Dinkelbratlinge erinnernde Geruch, ungepflegte Kunden, „Körnerfresser“ … an angewiderten Beschreibungen hats mir nie gemangelt. Und jetzt? Jetzt kommt alles zurück, nun bin ich selbst ein Teil davon.

Also auf in den Kampf! Ein Kampf wird mein erster Einkauf dort wirklich. Ein Kampf mit den Tränen. Ich bin bewaffnet mit einer Liste von Lebensmitteln, die ich noch essen darf so viel ich will, die ich ab und zu (also alle vier Tage) noch essen darf und auf die ich erst mal komplett verzichten muss. Auf den ersten Blick sieht die Liste der erlaubten Dinge gar nicht so schlecht aus, beim näheren Hinsehen fällt jedoch auf, dass sie zur Hälfte aus Gewürzen besteht…*überlegt sich, wie sie von Rosmarin und Lorbeerblättern satt werden soll*…

Hier mal zwei Bilder von den Listen der erlaubten und verbotenen Lebensmittel, der „Do’s and Don’t’s“ der nächsten Wochen, Monate, …

Meine Positivliste! Die Lebensmittel mit dem blauen Kreis dahinter darf ich nur alle 4 Tage essen…

Meine schwarze Liste... Und diese hier überhaupt nicht… 🙁

Also, es war schrecklich, mein erster Einkauf. Jedes zweite Produkt, was ich angefasst habe, musste ich wieder zurückstellen, weil irgendwas darin war, was ich nicht essen durfte. Was kann ich überhaupt noch essen? Panik überfällt mich und ich sehe mich schon dürr und ausgelaugt am Hungertuch nagen. Obst und Gemüse gehen größtenteils noch, wobei ich die lange sträflich vernachlässigt habe. Und so richtig befriedigend sind die ja auch nicht. Das Schlimmste: Mein Griff ins Nudelregal. Ein Griff zu braunen Buchweizennudeln. Und das mir, dem großen italophilen Pastafan. Ich habe noch nie so unattraktive Nudelsorten gesehen und sehne mich nach meiner Lieblingsnudelsorte mit der holden Magd im Getreidefeld. Und dann das Zweitschlimmste: Brot. Wer auf Weizen, Hafer, Roggen, Gerste und Dinkel, also glutenhaltiges Getreide verzichten muss, für den ist das Thema Brot ein sehr schwieriges. Frisches Brot kann man sich abschminken (ach, deswegen tragen so viele Kundinnen auch kein Make-Up! :)) Was bleibt, sind knäckebrotähnliche Pappbrote, aus Reismehl oder Maismehl… die sollen satt machen? Wie viele Packungen muss ich da täglich von essen? Irgendwie sträubte sich alles in mir, dieses Zeug zu essen. Gleichzeitig wusste ich, hey, das muss jetzt sein, sonst wirds mit Deiner Haut nie besser. Also tapfer zur Kasse geschlurft (Schokolade? Fehlanzeige!) und für meine magere Ausbeute mal schnell 58 Euro bezahlt. Ja das wird ein teures Leben, das gesunde Leben! Muss morgen den Chef mal nach einer Gehaltserhöhung fragen… 🙂 Vorher aber gehts müde, frustriert und vor allem hungrig ins Bett. Na dann buonanotte.