nahrungsmittelallergie


2 Wochen geschafft!
8. April 2010, 22:55
Gespeichert unter: Wochenschau | Schlagwörter: , , , , , , , , , ,

Puh, zwei Wochen liegen nun hinter meiner Diagnose einer bzw. gleich mehrerer Nahrungsmittelallergien. Zwei Wochen, in denen ich meine Ernährung radikal umgestellt habe: Vorbei sind die Morgende mit Müsli und frischer Milch! Vorbei die lustigen Mittagspausen mit den Kollegen in der Kantine! Vorbei die leckeren Schokoriegel am Nachmittag! Und vorbei auch die Wochenenden mit frischen Brötchen und cremigem Milchkaffee!

Aber vorbei auch die Zeiten, in denen ich täglich neue allergische Hautreaktionen auf Rücken, Bauch oder Beinen entdecke…in denen ich meine Beine blutig kratze, weil ich es nicht aushalte… Ich muss sagen, sooo schlimm ist es bisher gar nicht gewesen. Klar, wenn ich an den ersten Einkauf nach der Diagnose in einem Bioladen denke, wird mir heute noch ganz schwer ums Herz. Das war nicht schön. Ich hab anfangs gedacht, ich müsste nun einen kläglichen Hungertod sterben. Weil ich mich nicht mein Leben lang von brettartigem Pappbrot und Obst ernähren könnte.

Die Umstellung von einer Ernährung, in der Brot, Milch und Zucker die Hauptrollen spielten hin zu einer Ernährung, die strikt auf Brot, Milch und (naja) übermäßigen Zuckerverzehr verzichtet, kam schnell und war radikal. Die ersten zwei Tage war ich ganz schön schlapp, vor lauter Schlappheit gar nicht mehr hungrig und ständig müde. Im Auto hab ich immer gedacht, gleich einschlafen zu müssen, im Büro hab ich die Kollegen um ihren Kaffeekonsum beneidet. Was aber toll war: Meine Beschwerden wurden sofort besser. Somit hatte ich wenigstens das Gefühl: Hey, es lohnt sich wenigstens, so abstinent zu leben.

Heute, nach 2 Wochen kann ich sagen: Ich bin auf einem guten Weg. Und ich mache weiter. Soooo schlimm sind Bio-Lebensmittel gar nicht (ok, es gibt Ausnahmen!) und ich kenne bereits die besten Bio-Supermärkte der Stadt. Ich esse Hirse-Bratlinge und benutze Naturreis. Und man ahnt es nicht: Ich habe bereits zwei Brote gebacken. Hätte man mir das vor 4 Wochen erzählt, ich hätte es nicht geglaubt.

Hier mal ein stolzer Blick auf meine neu eingerichtete Flocken-Galerie:

Ja, Eva goes öko… aber lila Latzhose werde ich niemals tragen! Und ich schminke mich weiterhin! Versprochen.

🙂



Eine Woche liegt hinter mir…
2. April 2010, 19:40
Gespeichert unter: Wochenschau | Schlagwörter: , , , ,

Sodele, die erste Woche mit neuer Ernährung liegt hinter mir. Wow, ganz schön aufregend alles, aber noch bin ich motiviert. Die Juckerei ist schon weniger geworden, noch sind die Ausschläge da, aber schon deutlich schwächer. Meine Pillchen und Tröpfchen nehme ich fleißig.

Was das Ganze so anstrengend macht, ist die Planerei. Spontan essen geschweige denn mal essen gehen, sind erstmal vorbei. Ich muss immer genau darauf achten, was ich esse und wann ich es esse. Dabei hilft mir ein 4-Tage-Essensplan von ganzimmun, besonders was die Lebensmittel betrifft, die ich nur alle 4 Tage essen darf:

Hier trage ich alles ein, was nur bedingt, also alle 4 Tage erlaubt ist. Anhand der farbigen Wochentage kann ich dann leicht erkennen, wann ich das betreffende Nahrungsmittel wieder zu mir nehmen darf. So entsteht einen Rotation. Bei dem erlaubten Getreide muss ich mit den vier Tagen nicht so streng sein, das würde das Ganze nur unnötig kompliziert und mich hungrig machen. Monologe wie „Darf ich heute wieder Banane? – Nee, hatte ich ja vorgestern erst…“ oder „Am Samstag darf ich wieder Rind essen!“ sind in unserem Haushalt neuerdings gängig… 🙂

Wie gesagt, das Ganze ist anstrengend. Weil ich niemals einfach so in den Schrank greifen und mir was Leckeres (das schon mal gar nicht) rausnehmen darf. Für mich sehr schwierig, denn essen war und ist für mich ein Genuss, der sehr viel Lebensqualität ausmacht.  Am schwersten ist es momentan beim Frühstück, diese Pappbrote sind und bleiben einfach gewöhnungsbedürftig. Genau so wie Cornflakes aus Buchweizen oder Amaranth (wusste bis neulich gar nicht, was das ist) mit O-Saft statt Milch.

Bei den Hauptgerichten ist es weniger schwierig. Vieles habe ich vorher schon gegessen: Hühnchen mit Rosmarinkartoffeln beispielsweise oder eine gute Bolognese (allerdings nicht mit Buchweizennudeln… 🙁 ) Ich kann auch Reste vom Wochenende nicht einfach am Montag drauf mit ins Büro nehmen für die Mittagspause, denn so oft hintereinander darf ich ja bestimmte Dinge nicht immer essen. Also friere ich viel ein und nehme es dann erst vier Tage später mit. Geht alles, macht aber mehr Arbeit.

Bei Gemüse und Obst hab ich keine Probleme. Alles lecker, alles mag ich, allerdings habe ich das viel zu lange sträflich vernachlässigt. Wie gesagt, das kommt alles zurück!

Bin schon gespannt, wie gesund ich werde! 🙂